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In schwarzer Kleidung steht die deutsche Kanzlerin da. Angela Merkel blickt auf den Boden vor einer Wand und schweigt. Sie denkt in diesem Moment an die vielen Menschen, die hier vor mehr als 70 Jahren gestorben sind.

Viele dieser Menschen gehörten zum Volk der Juden oder waren jüdischen Glaubens. Sie wurden von Nationalsozialisten ermordet. Diese Leute hassten Menschen, die anders dachten oder anders aussahen als sie selbst. Ihr Anführer war Adolf Hitler. Oft werden Nationalsozialisten mit dem Wort Nazis abgekürzt.

Die Nazis führten Krieg gegen andere Länder und ermordeten Millionen Menschen. Auch das deutsche Nachbarland Polen eroberten sie. In ihrem Herrschaftsgebiet errichteten sie grausame Lager. Dort zwangen sie ihre Opfer zu harter Arbeit, ließen sie hungern oder ermorden.

Eine solche Anlage steht in der Stadt Auschwitz in Polen. Auf Polnisch heißt der Ort Oswiecim. Am Freitag besuchte Angela Merkel das Gelände.

Am Ende des Krieges hatten Soldaten anderer Länder etwa 7000 Menschen aus Auschwitz befreit. Einen Teil der Anlage hatten die Nazis zerstört, um ihre Verbrechen zu vertuschen. Einen großen Teil gibt es aber noch.

Dort kommen Menschen heute hin, um an die schlimme Zeit zu erinnern - damit so etwas nie wieder passiert. Das findet auch Angela Merkel wichtig. «Wir dürfen niemals vergessen, einen Schlussstrich kann es nicht geben», erklärte die Kanzlerin in einer Rede.